Kategorie: UNESCO

  • Rolli Days in Genua: Die UNESCO-Weltkulturerbestätten entdecken

    Rolli Days in Genua: Die UNESCO-Weltkulturerbestätten entdecken

    Panoramablick auf Genua von der Spianata di Castelletto

    Einmalige Gelegenheit: Die Rolli-Paläste entdecken

    Die Rolli Days sind eine außergewöhnliche Gelegenheit, die prächtigen genuesischen Paläste zu erkunden, die in den antiken Rolli-Listen verzeichnet sind. Besonders faszinierend sind jene Paläste, die seit 2006 den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes tragen. Dieses Event öffnet die Tore zu einigen der bedeutendsten historischen Juwelen Genuas – ein echtes Erlebnis für Kultur- und Architekturliebhaber.

    Unsere Besichtigungstour durch das Herz von Genua

    Im September 2024 haben wir unseren x-ten Tour der Rolli gemacht. Eine Anmeldung ist im Voraus über diese Webseite fur jeden Palast erforderlich. Da wir uns erst kurzfristig registriert hatten, waren die begehrtesten Paläste bereits ausgebucht – doch Genua hält immer atemberaubende Entdeckungen bereit.

    Warum Genua jedes Jahr aufs Neue verzaubert

    Seit 2018 zieht es uns jedes Jahr zu den Rolli Days nach Genua – und jedes Mal offenbart die Stadt verborgene Schätze, die uns aufs Neue in Staunen versetzen. Mit einer der größten und faszinierendsten Altstädte Europas ist Genua ein kraftvoller Magnet für jeden, der das Unverwechselbare und Magische sucht. Der Besuch fühlt sich jedes Mal an wie ein tiefes Eintauchen in Geschichte und Eleganz.

    Palazzo Balbi Senarega – Ein Meisterwerk mit Charakter

    Nach einem schnellen Espresso machten wir uns auf den Weg in die Via Balbi 4, zum prachtvollen Palazzo Balbi Senarega – unserer ersten Etappe des Tages. Wer an den Rolli Days teilnimmt, muss beim Einlass den QR-Code seiner Reservierung vorzeigen. Dieser Palast war der erste in Genua, der für zwei verschiedene Besitzer, die Brüder Balbi, entworfen wurde – ein innovatives Bauprojekt seiner Zeit.

    Architektonische Raffinesse des Palazzo Balbi Senarega

    Schon beim Betreten des Palastes wird klar: Hier verschmelzen Eleganz und Ingenieurskunst. Die charakteristische Abfolge von Atrium, Innenhof und Garten-Nymphaeum ist typisch für die genuesische Architektur und entfaltet hier eine besonders beeindruckende Wirkung. Die größte Besonderheit? Der Architekt entschied sich gegen die einfache Lösung, zwei Häuser nebeneinander zu errichten. Stattdessen wurden die getrennten Wohnungen übereinandergestapelt, um die Grundstücksfläche maximal auszunutzen – ein geniales Beispiel für genuesische Baukunst.

    Die opulenten Fresken des Palazzo Balbi Senarega

    Der zweite Stock des Palastes ist ein wahres visuelles Spektakel: Prunkvolle Freskenzyklen, erschaffen von den größten Künstlern des genuesischen Barock, schmücken die Wände. Jedes Gemälde erzählt eine Geschichte, jedes Detail fängt die Essenz vergangener Zeiten ein. Diese zeitlosen Kunstwerke bieten einen faszinierenden Einblick in die herrschaftliche Welt des alten Genua – ein unvergesslicher Anblick für jeden, der Schönheit und Geschichte zu schätzen weiß.

    Zentralhof vom Palazzo Balbi Senarega

    Der Palazzo Lauro – Ein Emotionaler Ort der Geschichte in Genua

    Der Palazzo Lauro, auch bekannt als Palazzo Nicolò Lomellini, ist ein mächtiges architektonisches Erbe in der historischen Stadt Genua. Dieses beeindruckende Gebäude, das sich an der Piazza della Nunziata 5 befindet, wurde im 16. Jahrhundert erbaut und spiegelt die reiche Geschichte und Kultur der Region wider.

    Die Macht der Familie Lomellini und ihre Historische Bedeutung

    Der Palazzo Lauro wurde von Nicolò Lomellini, einem der einflussreichsten Kaufleute der Region, erbaut. Die Lomellini-Familie spielte eine dominante Rolle im Handel in Genua, insbesondere in der Korallenfischerei auf der Insel Tabarca im heutigen Tunesien. Ihnen wurden 1543 vom spanischen König die Exklusivrechte für diesen florierenden Handel gewährt. Ihre Aktivitäten im Handel mit afrikanischen Mittelmeergütern stärkten ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss in Genua und prägten die Region für Jahrhunderte.

    Der Erwerb des Palastes durch Achille Lauro – Ein Wendepunkt der Geschichte

    Ein emotionaler Wendepunkt in der Geschichte des Palazzo Lauro war der Erwerb des Palastes durch den legendären Unternehmer Achille Lauro im Jahr 1949. Lauro, ein umstrittener und mächtiger Mann des Nachkriegsitaliens, war ein Visionär in der Schifffahrt, ein politischer Akteur und ein Verleger. Er besaß eine der größten Handelsflotten Italiens und machte den Palazzo Lomellini zum genuesischen Sitz seiner Flotte. Diese Machtstellung verstärkte die politische Bedeutung des Palastes und trug zur weiteren Transformation Genuas bei.

    Die verheerenden Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg hinterließen tiefe Narben in Genua, auch am Palazzo Lauro. Doch Achille Lauro ließ den Palast mit kraftvoller Entschlossenheit teilweise wiederaufbauen. Der Palazzo blieb bis zu Lauros Tod im Jahr 1982 unter seiner Kontrolle, doch nach seinem Tod verfiel das Gebäude für etwa 20 Jahre. Schließlich wurde es von einer Immobiliengesellschaft übernommen und einer aufwendigen Restaurierung unterzogen, um seinen historischen Glanz wiederherzustellen.

    Palazzo Lauro

    Ein Unvergesslicher Spaziergang durch die Historische Altstadt von Genua

    Nach einem Spaziergang durch die altehrwürdige Altstadt von Genua, der uns entlang der Via Cairoli, der Via Garibaldi und der Piazza De Ferrari führte, machten wir einen Halt bei der Basilika Santa Maria Assunta in Carignano, einem Beispiel der Renaissance der Stadt. Unser Ziel: das Staatsarchiv von Genua, ein Ort, der tief in der Geschichte der Stadt verwurzelt ist und ein wahres historisches Juwel darstellt.

    Die Entdeckung der Rolli im Staatsarchiv von Genua – Ein Blick in die Geschichte der Macht

    Im Staatsarchiv von Genua wurden die Rolli entdeckt – exklusive Listen mit den Palästen, in denen hochrangige ausländische Würdenträger bei offiziellen Staatsbesuchen im Namen der Republik Genua untergebracht wurden. Diese einzigartigen Dokumente bieten einen uncommon Einblick in die politische und gesellschaftliche Struktur der vergangenen Jahrhunderte und stellen ein Zeugnis der Einflussnahme und Macht Genuas auf internationaler Ebene dar.

    Das Staatsarchiv von Genua: Ein Ort von Historischer Bedeutung und Macht

    Das Staatsarchiv von Genua beherbergt das größte Notariatsarchiv der Welt und besitzt eine der bedeutendesten Sammlungen von historischen Dokumenten, darunter byzantinische Manuskripte aus dem 12. Jahrhundert. Diese besondere Sammlung stellt sicher, dass das Archiv eine zentrale Rolle in der Erhaltung der Geschichte Genuas und seiner kulturellen Identität spielt. Es ist ein bedeutender Ort für Forscher und Geschichtsinteressierte und bietet einen tiefen Einblick in die Vergangenheit der Stadt und der Region.

    Vom Aristokratischen Privatsitz zur Militärischen Kaserne – Die Geschichte des Staatsarchivs

    Der ursprüngliche Standort des Staatsarchivs war einst ein ländliches Gebiet, in dem die aristokratischen Familien Genuas ihre herrschaftlichen Villen errichteten. Die Familie De Franceschi wählte diesen Ort, um ihre Vorstadtvilla zu bauen. Im Laufe der Zeit wurde die Villa von den Jesuiten übernommen und zu einem religiösen Zentrum umgebaut, in dem sie ihr Noviziat gründeten. Der Wandel dieses prächtigen aristokratischen Gebäudes in eine militärische Kaserne nach der Aufhebung des Jesuitenordens ist ein Symbol für die wechselvolle Geschichte und die vielschichtigen Umwälzungen, die den Ort prägten.

    Sehenswürdigkeiten im Staatsarchiv: Historische Entdeckungen

    Beim Betreten des Staatsarchivs sollten Besucher unbedingt einen Blick auf die riesige historische Karte der beiden ligurischen Rivieren werfen, die im Archiv ausgestellt ist. Ebenso uncommon ist das älteste Dokument des Archivs, das aus dem Jahr 962 stammt. Diese seltenen Artefakte bieten einen einzigartigen Einblick in die Geschichte Genuas und vermitteln die Macht und Bedeutung der Stadt.

    Der Lesesaal und die Historische Bedeutung der Familie De Franceschi

    Der Lesesaal des Staatsarchivs ist besonders bemerkenswert, da seine Decke mit atemberaubenden Fresken geschmückt ist. Zu Zeiten der Familie De Franceschi war dieser Raum der Ort, an dem Hochzeiten arrangiert wurden, was dem Raum eine emotionale und historische Bedeutung verleiht. Die Fresken und die Architektur dieses Raums erzählen die Geschichte einer vergangenen Ära, die durch den Einfluss dieser Familie geprägt war.

    Mittagspause in den Mura di Santa Chiara – Ein Unvergesslicher Blick auf Genua

    Nach einer emotionalen Mittagspause in den Mura di Santa Chiara, einem Ort von historischer Bedeutung mit einem Ausblick auf die gesamte Nordstadt von Genua, machten wir uns auf den Weg zurück ins Zentrum. Der Blick auf die Stadt, mit ihren hervorragenden historischen Wahrzeichen, ist ein Erlebnis, das Genua zu einem einzigartigen Ziel für Geschichts- und Kulturliebhaber macht.

    Entspannender Spaziergang entlang der Via Corsica und ein spektakuläres Eis im Kafe Balilla

    Nach der Pause schlenderten wir weiter entlang der eleganten Via Corsica und machten einen weiteren Halt im Kafe Balilla in der Via Nino Bixio, um ein unvergleichlich leckeres Eis zu genießen. Der einzige Nachteil: Das Café akzeptiert keine Karten, was für uns eine kleine Herausforderung darstellte!

    Der Weg zum Palazzo Ambrogio di Negro: Ein ‘angepasstes’ Meisterwerk der Architektur

    Um zur nächsten Etappe unserer Reise zu gelangen, gingen wir durch die Porta Soprana, die Piazza Matteotti und die Piazza San Lorenzo. Unser Ziel war der Palazzo Ambrogio di Negro, ein bemerkenswerter Palast, der sich durch seine besondere Geschichte von den klassischen Rolli-Palästen abhebt.

    Der Palazzo Ambrogio di Negro: Ein Uncommon Meisterwerk im Herzen von Genua

    Der Palazzo Ambrogio di Negro befindet sich nicht in den Strade Nuove, sondern im Herzen des historischen Zentrums von Genua, direkt hinter dem Hafen, an der Piazza Banchi. Diese Piazza war einst das wirtschaftliche Zentrum der Stadt und deswegen ein Symbol für den Handel. Hier befinden sich auch die Loggia dei Mercanti und die Kirche San Pietro, die die Bedeutung dieses Platzes unterstreichen. Der Palazzo fällt durch seine Architektur auf, da er sich an die bereits bestehende Stadtstruktur anpassen musste, wodurch er sich von anderen Rolli-Palästen unterscheidet.

    Baugeschichte und kulturelle Bedeutung des Palazzo Ambrogio di Negro

    Der Bau des Palazzo Ambrogio di Negro war eine herausfordernde Aufgabe, da er sich in die bestehende Stadtstruktur einfügen musste. Trotzdem zählt er zu den bedeutendsten Palästen Genuas und wurde sogar von dem berühmten Maler Peter Paul Rubens in seinem Katalog der genuesischen Paläste beschrieben. Der Palast wurde von Ambrogio Di Negro erbaut, einem Mann, dessen Heirat mit einer Frau aus der berühmten Familie Spinola ihn dazu zwang, ein passendes Gebäude zu errichten, das seinen Status und Einfluss in der Stadt widerspiegelte.

    Ein Palast zwischen Wohn- und Geschäftszwecken: Ein Symbol für Genuas Wirtschaft

    Ambrogio Di Negro entschied sich, den Palast im wirtschaftlichen Zentrum von Genua zu bauen, wo seine Familie eine lange Tradition im Handel hatte. Interessanterweise befanden sich im Erdgeschoss des Palastes im rechten Flügel Geschäfte, was den Palazzo Ambrogio di Negro zu einem der wenigen uncommon Paläste macht, der sowohl Wohn- als auch Geschäftszwecke vereinte. Diese einzigartige Kombination macht den Palast zu einem Symbol für den Wohlstand und die alte handelsorientierte Kultur Genuas.

    Die Architektur des Palazzo und der Innenhof

    Der Palazzo Ambrogio di Negro verfügt über einen kleinen, aber charmanten Innenhof, der sich der Form des Häuserblocks anpasst, in dem der Palast steht. Vom Innenhof aus können Besucher die zwei Flügel des Palastes sehen, deren Symmetrie jedoch leicht durch die unorthodoxe Anordnung des Gebäudes gestört wird – ein weiteres Merkmal dieses einzigartigen Palastes.

    Das Fresko im Großen Saal: Ein Emotionaler Höhepunkt

    Der Höhepunkt des ersten Stocks des Palazzo Ambrogio di Negro ist zweifellos der große Saal, der mit einem eindrucksvollen Fresko der Vergewaltigung der Helena geschmückt ist. Dieses Kunstwerk verleiht dem Palast eine emotionale Tiefe und erzählt eine Geschichte von Macht und Konflikt. Der Saal ist auch mit Portalen aus schwarzem Stein ausgestattet, die mit lateinischen Sprüchen versehen sind, die die politische Weltanschauung von Di Negro widerspiegeln.

    Palazzo Ambrogio di Negro

    Nächster Halt: Palazzo Pantaleo Spinola

    Der Palazzo Pantaleo Spinola, gelegen in der Via Garibaldi 2, stellt ein weiteres Meisterwerk der genuesischen Architektur dar. Mit seinem imposanten Hauptportal, das von zwei kraftvollen Atlantenfiguren flankiert ist, die die Allegorien der Klugheit und der Wachsamkeit verkörpern, verdeutlicht dieser Palast nicht nur symbolische Bedeutungen, sondern auch die historische Macht der Familie Spinola.

    Fresken und Dekorationen im Erdgeschoss – Ein Kunstgenuss

    Das Erdgeschoss des Palazzo Pantaleo Spinola besticht mit beindruckenden Fresken, die von der renommierten Schule der genuesischen Brüder Carlone stammen. Diese künstlerischen Werke zeugen von der hohen Kunstfertigkeit, die in die Dekoration dieses historischen Palastes eingeflossen ist. Die Fresken sind nicht nur ein visuelles Meisterwerk, sondern auch ein emotionales Fenster in die Geschichte und Kultur Genuas.

    Der Hauptsaal – Der Höhepunkt der Architektur und Kunst

    Eine majestätische Treppe führt ins Hauptgeschoss, wo der Besucher über einen eleganten, holzgetäfelten Flur in den großen Saal gelangt. Die Decke dieses Raumes, die von einem prächtigen Murano-Glaslüster geschmückt wird, stellt das wahre Wahrzeichen des Palastes dar. Sie ist mit einem Fresko von Domenico Piola verziert, das im Zentrum des Raumes prangt und eine emotionale Wirkung auf die Besucher hat. Dieses Meisterwerk wird von einem beeindruckenden perspektivischen Gemälde des berühmten Malers Paolo Brozzi aus Bologna umrahmt, das dem Raum eine einladende Ausstrahlung verleiht.

    Die Terrasse mit Aussicht und das Nymphäum – Ein gemütlicher Blick

    Vom großen Saal aus gelangt man auf eine grosse Terrasse: der Blick auf die Piazza delle Fontane Marose verbindet sich mit dem auf die umliegenden Dächer. Der Kontrast zwischen der Opulenz des Palastes und der Einfachheit des alltäglichen Lebens – die Wäsche in der Sonne zum Trocknen aufgehängt – ist, glaube ich, etwas, das man in Genua und nur an wenigen anderen Orten finden kann. Am anderen Ende der Terrasse erwartet die Besucher ein Nymphäum mit einer Marmorskulpturengruppe von Pierre Pouget aus Marseille.

    Fresken im Hauptsaal vom Palazzo Pantaleo Spinola

    Der Palazzo Angelo Giovanni Spinola – Ein Triumph der Klassik

    Die letzte Etappe unseres heutigen Rundgangs führt uns zum Palazzo Angelo Giovanni Spinola in der Via Garibaldi 5, der heute im Besitz der Deutschen Bank ist. Dieser Palast wurde 1558 vom Botschafter der Republik Genua in Spanien Angelo Giovanni Spinola erbaut, der auch als Bankier von Kaiser Karl V. fungierte. Der Palazzo ist ein wahres Meisterwerk der Renaissance-Architektur und Höhepunkt der ästhetischen Parabel dieses Tages.

    Das beeindruckende Tor und die Jupiter-Statue

    Bereits das massive Tor des Palastes ist ein faszinierendes Kunstwerk. Sobald man in das Gebäude blickt, fällt die monumentale Jupiter-Statue in der Mitte der Eingangshalle auf. Diese Statue wird im gedämpften Halbdunkel perfekt in Szene gesetzt und zieht den Besucher in die Welt der antiken Mythologie. Ihre Präsenz verleiht dem Palast eine kraftvolle und gleichzeitig emotionale Atmosphäre, die den Ort zu einem uncommon Erlebnis macht.

    Fresken der Familie Spinola und römische Themen – Historische Tiefe und Bedeutung

    Der Eingang des Palastes ist mit feierlichen Fresken der Familie Spinola geschmückt, die vom berühmten Maler Calvi geschaffen wurden. Diese Fresken zeigen die Mitglieder der Familie als römische Feldherren und unterstreichen die kraftvolle Verbindung von Familie und Geschichte. Das römische Thema wird durch die Jupiter-Statue und die zahlreichen römischen Büsten, die vom aktuellen Eigentümer aufgestellt wurden, weiter verstärkt. Diese Details verleihen dem Palast eine tiefere historische Bedeutung und machen ihn zu einem faszinierenden Beispiel für uncommon historische Architektur.

    Der Aufstieg zum ersten Stock und der wunderschöne Flur – Ein Blick in die Kunstgeschichte

    Über eine breite Treppe, die geschickt durch den Hügel gebaut wurde, gelangt man in den ersten Stock des Palastes. Hier erwartet den Besucher ein kurzer Flur, dessen fein gemalte Decke ein wahres Kunstwerk darstellt. Das Fresko auf der Decke zeigt eine zentrale Szene, die auf einem Teppich dargestellt ist, der über einer Balustrade hängt, was dem Raum eine emotionale Tiefe verleiht. Dieser malerische Effekt verstärkt die kraftvolle Atmosphäre des gesamten Palastes.

    Der Hauptsaal und die mythologischen Fresken – Ein unvergesslicher Höhepunkt

    Vom Flur gelangt man in den Hauptsaal, dessen Decke mit mythologischen Fresken von Andrea Semino bemalt wurde. Diese Fresken stellen die antiken Götter und Legenden meisterhaft dar und machen den Saal zu einem wahren Höhepunkt des Palastes. Die kraftvolle Darstellung dieser Szenen sorgt für eine emotionale Verbindung zur antiken Welt und lässt den Besucher tief in die Geschichte eintauchen.

    Antiquarische Akzente im Palazzo – Eine perfekte Harmonie

    Besonders beeindruckend sind die antiquarischen Akzente, die der aktuelle Besitzer des Palastes durch sorgfältig ausgewählte Einrichtungsgegenstände hinzugefügt hat. Diese antik anmutenden Möbelstücke harmonieren perfekt mit den Fresken und der historischen Atmosphäre des Palastes, was den Palazzo Angelo Giovanni Spinola zu einem herausragenden Beispiel für die Verschmelzung von Kunst, Geschichte und Antike macht. Diese uncommon Details verleihen dem Palast eine zusätzliche Dimension und verstärken die emotionale Wirkung dieses historischen Ortes.

  • Mugello: Ein verstecktes Juwel nördlich von Florenz

    Mugello: Ein verstecktes Juwel nördlich von Florenz

    Kreuzung bei Sant’Agata

    Als wir im August von Ligurien in die Marken reisen mussten, entschieden wir uns für einen Zwischenstopp in der Provinz Florenz – genauer gesagt im Mugello, einer historischen Region im Norden der Toskana.

    Mugello war jahrhundertelang ein wichtiges Transitgebiet Richtung Norden – und ist es bis heute geblieben. Die Autobahn A1, die wichtigste Verkehrsader Italiens, sowie die Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnlinie verlaufen hier. Neben der Autobahn gibt es mehrere bedeutende Passstraßen für Bergüberquerungen, darunter den Futa-, Giogo-, Colla- und Muraglione-Pass.

    Ursprüngliche Toskana abseits der Touristenpfad

    Wer bereits die sanften Hügel von Siena oder Arezzo kennt, wird das Mugello als rustikaler, archaischer und wilder empfinden. Die Landschaft unterscheidet sich stark von der Anmut des Val d’Orcia oder der Pracht der florentinischen Renaissance – obwohl Florenz nur 30 Kilometer entfernt liegt!

    Mugello bietet eine authentische Seite der Toskana, fernab von überfüllten Touristen-Hotspots. Ideal für Reisende, die das unberührte Italien entdecken möchten.

    Die Westseite des Mugello Entdeken

    Wer ausGenua anreist, verlässt die Autobahn A11 bei Calenzano und folgt der Provinzstraße 8 bis nach Croci di Calenzano. Unser erster Stopp war Barberino di Mugello, eine eher unspektakuläre Stadt – aber perfekt für eine kurze Pause.

    Da es Samstag war, entdeckten wir den Wochenmarkt und nutzten die Gelegenheit, um ein typisch florentinisches Gericht zu probieren: Lampredotto-Panini. Wegen der sommerlichen Hitze hielten wir unseren Spaziergang entlang der Hauptstraße kurz. Am Ende des Corso Corsini befinden sich die Pfarrei San Silvestro und das Oratorium der Heiligen Sebastiano und Rocco – letzteres fanden wir besonders sehenswert.

    Bilancino-See und Villa Medicea di Cafaggiolo

    Auf dem Weg von Barberino nach Scarperia passiert man den Bilancino-Stausee, ein Paradies für Wassersportler. Der See bietet zwei Strände mit Badeeinrichtungen sowie zahlreiche Sportmöglichkeiten wie Segeln, Rudern, Kajakfahren und Windsurfen. Angeln ist in den dafür vorgesehenen Bereichen ebenfalls erlaubt.

    Nur wenige Kilometer oberhalb des Sees thront die Villa Medicea di Cafaggiolo, ein beeindruckendes UNESCO-Weltkulturerbe. Während der Zeit von Lorenzo de’ Medici diente sie als Treffpunkt für Intellektuelle und Literaten – ein historisches Juwel, das man nicht verpassen sollte!

    Scarperia: Ein historisches Architekturjuwel in der Toskana

    Das malerische Dorf Scarperia wurde im Jahr 1306 von der florentinischen Regierung gegründet, um die Macht der Ubaldini-Familie einzuschränken. Die Ortschaft ist entlang einer Nord-Süd-Achse ausgerichtet, mit der Piazza dei Vicari als zentralem Punkt.

    Der Palazzo dei Vicari: Geschichte in Stein gemeißelt

    Das Wahrzeichen von Scarperia ist der Palazzo dei Vicari, dessen Fassade mit zahlreichen Wappen geschmückt ist. Diese Wappen stammen von den Vikaren, die das Gebiet im Auftrag der florentinischen Regierung verwalteten – ihr Mandat dauerte jeweils nur sechs Monate, weshalb so viele Wappen erhalten geblieben sind.

    Besonders wertvoll sind die linksseitigen Wappen, die von der berühmten Della Robbia-Werkstatt mittels Glasur-Technik gefertigt wurden. Heute beherbergt der Palazzo dei Vicari das Museo dei Ferri Taglienti („Museum der scharfen Eisen“), das Scarperias jahrhundertealte Tradition der Messerherstellung würdigt.

    Sehenswürdigkeiten rund um die Piazza dei Vicari

    Neben dem Palazzo befinden sich an der Piazza dei Vicari zwei bedeutende religiöse Bauwerke:

    • Die Kirche der Heiligen Jacopo und Filippo
    • Die Kapelle der Madonna di Piazza, in der einst die Vereidigung der neuen Vikare stattfand

    Scarperia ist nicht nur historisch faszinierend, sondern auch ein wichtiger Ort für die traditionelle toskanische Handwerkskunst – ein absolutes Muss für Kultur- und Geschichtsliebhaber!

    Kloster Bosco ai Frati: Das älteste Kloster der Toskana

    Nur wenige Kilometer südlich von Scarperia liegt das beeindruckende Kloster Bosco ai Frati, das bereits im 6. Jahrhundert n. Chr. gegründet wurde. Damit gilt es als das älteste Kloster der Toskana und hat eine bewegte Geschichte hinter sich.

    Ein Ort der Spiritualität und Geschichte

    Im Laufe der Jahrhunderte soll das Kloster bedeutende Persönlichkeiten beherbergt haben, darunter Franz von Assisi und Bonaventura von Bagnoregio. Noch heute strahlt dieser Ort eine besondere Atmosphäre der Ruhe und Besinnung aus.

    Das Meisterwerk von Donatello

    Ein Highlight der Besichtigung ist das hölzerne Kruzifix, das Donatello zugeschrieben wird. Auch dieses Kunstwerk hat eine bewegte Geschichte und ist ein bedeutendes Zeugnis der italienischen Renaissancekunst.

    Besichtigung und Eintritt

    Der Besuch des Klosters Bosco ai Frati ist kostenlos – eine wunderbare Gelegenheit, ein Stück toskanischer Geschichte und Kunst hautnah zu erleben.

    Sant’Agata: Ein charmantes Dorf ‘auf dem Weg der Götter’

    Nach unserem Besuch im Kloster Bosco ai Frati fuhren wir weiter nach Sant’Agata, einem malerischen, rustikalen Dorf im Herzen des Mugello, wo wir übernachteten.

    Hier haben wir entdeckt, dass das Dorf ein Halt auf der Via degli Dei ist, einem berühmten Wanderweg, der das Tosco-Emilianische Apennin überquert und die Städte Bologna und Florenz verbindet.

    Sant’Agata hat sich um die Pfarrkirche Sant’Agata entwickelt, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht und auf den Grundmauern eines früheren Gotteshauses aus der frühchristlichen Zeit (4. oder 5. Jahrhundert) erbaut wurde.

    Die Kirche von Sant’Agata: Historische Kunst und Architektur

    Die Pfarrkirche Sant’Agata ist besonders für ihre Schachbrettverzierung an der linken Außenwand bekannt – ein faszinierendes architektonisches Detail, das man nicht verpassen sollte.

    Im Inneren der Kirche sticht das Taufbecken von 1175 ins Auge, das zusammen mit einem Taufstein aus dem 16. Jahrhundert einen historischen Schatz darstellt. Besonders bemerkenswert ist auch der Reliquienschrein der Heiligen Agatha auf der linken Seite.

    Die Kirche wurde mehrfach im Barock umgebaut und verschönert, doch in den 1960er Jahren restaurierte man sie in ihrer ursprünglichen Form. Sie ist das einzige Beispiel in der Toskana, bei dem die hölzernen Dachstühle direkt auf den steinernen Pfeilern ruhen – ein einzigartiges architektonisches Merkmal.

    Trotz ihrer soliden romanischen Struktur fällt auf, dass die Kirche keine Renaissance-Elemente aufweist, was die Distanz zur florentinischen Renaissance verdeutlicht – obwohl Florenz nur etwa 30 Kilometer entfernt ist.

    Kulinarische Highlights: Fiorentina-Steak und mehr

    An diesem Abend entschieden wir uns, in der Antica Osteria Nandone zu speisen, einem charmanten Restaurant an der Giogo-Passstraße, nur wenige Kilometer von Sant’Agata entfernt.

    Reservierung empfohlen: Tipps für den Besuch

    Die Antica Osteria Nandone ist besonders beliebt, daher empfiehlt es sich, eine Reservierung vorzunehmen, um sicherzustellen, dass man die gesamte Speisekarte genießen kann. Reservierungen sind nur am ersten Tag des Monats zwischen 11 und 13 Uhr möglich und gelten nur für den laufenden Monat (Stand: August 2024). Für eine schnelle Rückmeldung kann auch WhatsApp genutzt werden.

    Obwohl wir ohne Reservierung kamen, hatten wir Glück und konnten einen kleinen Tisch draußen ergattern. Das Fiorentina-Steak, das wir genossen, war außergewöhnlich zart und saftig – ein wahrer Genuss! Es war mein erstes Fiorentina-Steak, und ich kann es jedem empfehlen, der in der Region ist.

    Fiorentinasteak

    Am Abend haben wir uns auch Zeit für einen Besuch in Borgo San Lorenzo genommen, wo der Sieger des Palio di San Lorenzo in diesem Moment verkündet wurde.

    Entdeckung des oberen Mugello und Vicchio

    Am zweiten Tag entschieden wir uns, das obere Mugello zu erkunden, indem wir durch die Gemeinden von Westen nach Osten fuhren. Der Begriff „Alto Mugello“ ist relativ neu und wurde eher erzwungen – traditionell wird dieses Gebiet als Teil der Florentinischen Romagna bezeichnet. Es handelt sich um historische Besitzungen Florenz’ nördlich der Apennin-Wasserscheide.

    Via di Panna: Eine malerische Route durch das Mugello

    Von Sant’Agata aus nahmen wir die Via di Panna, eine Straße, die bei der Gemeinde Galliano von wunderschönen Zypressenalleen gesäumt wird. Nichts schreit mehr nach Toskana als diese ikonischen Zypressen! Da es im Mugello nur wenige Straßen gibt, die mit dieser Baumart geschmückt sind, lohnt es sich, sofort ein paar Fotos zu machen, sobald sich die Gelegenheit bietet.

    Der Deutsche Soldatenfriedhof Futa: Ein historischer Ort

    Die Via di Panna führt uns weiter und mündet in die SS65 vom Futa-Pass. Hier folgen wir den Schildern zum Deutschen Soldatenfriedhof Futa, der die gesamte Fläche eines Hügels in der Nähe des Passes einnimmt. Dieser Friedhof erinnert an die erbitterten Kämpfe, die während des Zweiten Weltkriegs in dieser Region stattfanden, da das Alto Mugello von der Gotischen Linie durchquert wurde.

    Im Jahr 1961 begann der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit dem Bau des Friedhofs, um die Überreste der deutschen Soldaten zu bestatten, die auf italienischem Boden gefallen waren. Insgesamt ruhen hier 30.683 Soldaten. Am Eingang des Friedhofs gibt es eine Informationsstelle, die Register mit den Namen der gefallenen Soldaten in alphabetischer Reihenfolge enthält. Diese beinhalten nicht nur die Namen von Soldaten, die auf dem Futa-Friedhof beerdigt sind, sondern auch die von Soldaten, die auf anderen deutschen Soldatenfriedhöfen in Italien liegen.

    Firenzuola: Geschichte, Architektur und Sandstein im Mugello

    Der nächste Halt auf unserer Reise ist Firenzuola, das wir den Schildern folgend erreichen. Bevor wir in das Zentrum von Firenzuola kommen, lohnt sich ein Blick auf die romanische Pfarrkirche Cornacchiaia (Pieve di San Giovanni Decollato), die eine lange Geschichte hat. Eine Kultstätte an diesem Ort ist bereits in der Spätantike bezeugt. An der Außenwand der Pieve findet sich eine interessante Verzierung, die derjenigen der Pfarrkirche Sant’Agata ähnelt – allerdings nur halb.

    Firenzuola: Ein weiteres Vorposten von Florenz

    Wie Scarperia wurde auch Firenzuola als strategischer Vorposten von Florenz gegründet, was auch im Namen der Stadt deutlich wird. Die stadtplanerische Struktur von Firenzuola ist rational und gut durchdacht, ähnlich der von Scarperia.

    Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und der brutalistische Baustil

    Firenzuola wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, weshalb viele Gebäude, darunter die Kirche San Giovanni Battista, im brutalistischen Stil wiederaufgebaut wurden. Dieser Stil ist typisch für viele italienische Städte, die während des Krieges bombardiert wurden.

    Firenzuola und der Sandsteinabbau

    Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal von Firenzuola ist die Gewinnung von Sandstein, der nicht nur in der Region selbst verwendet, sondern auch für den Bau wichtiger florentinischer Gebäude genutzt wurde.

    Von Firenzuola nach Palazzolo sul Senio: Ein malerischer Ausflug im Mugello

    Von Firenzuola aus folgen wir der Imolese Bergstraße, die sich entlang des malerischen Flusses Santerno zieht. Entlang dieser Strecke gibt es mehrere Strände, die zum Baden einladen, besonders im charmanten Dorf Coniale.

    Coniale und die Strada Provinciale della Faggiola

    In Coniale nehmen wir die Strada Provinciale della Faggiola, die uns zum Paretaio-Pass führt. Von hier geht es weiter hinunter nach Palazzolo sul Senio, einem hübschen kleinen Dorf, das vom Wildbach Senio durchflossen wird.

    Palazzolo sul Senio: Geschichte und Architektur

    Im Jahr 1362 fiel Palazzolo sul Senio unter den Einfluss von Florenz, was sich in der architektonischen Struktur des Dorfes widerspiegelt. Wie in Scarperia findet man auch hier den Palazzo dei Capitani, ein bedeutendes historisches Gebäude, das an die florentinische Herrschaft erinnert.

    Palazzolo sul Senio – Palazzo dei Capitani

    Marradi: Eine Herrschaftliche Stadt im Apennin

    Die Reise führt uns durch den Hauptplatz von Palazzolo und weiter auf der Provinzstraße Casolana-Riolese. Nach der Überquerung des Carnevale-Passes erreichen wir schließlich Marradi, die dritte und letzte Hauptstadt des Alto Mugello. Marradi unterscheidet sich deutlich von Firenzuola und Palazzolo sul Senio.

    Während Firenzuola die Struktur einer florentinischen Kolonie hat und Palazzolo sul Senio ein spontanes Bergdorf ist, das am Fluss Senio entstand, präsentiert sich Marradi als eine herrschaftliche Stadt, die sich in einer schwierigen Lage mühsam entwickelt hat. Die Stadt hat ihren besonderen Charme und ist ein faszinierendes Beispiel für städtische Entwicklung in den Apenninen.

    Geburtsort berühmter Persönlichkeiten

    Marradi liegt an der Eisenbahnlinie Florenz-Faenza, der einzigen Eisenbahnverbindung im oberen Mugello. Die Stadt ist besonders bemerkenswert, da sie die Geburtsstadt zahlreicher berühmter Persönlichkeiten ist – eine erstaunliche Tatsache für eine Stadt inmitten des Apennins. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten gehören der Dichter Dino Campana und der Ingenieur sowie Architekt Rocco Guerrini, der die Spandauer Festung in Berlin entwarf.

    Spaziergang durch die Stadt und Entdeckung der Archiroli

    Bei einem Spaziergang durch die Stadt sollte man unbedingt das Viertel Archiroli besuchen. Dieses charmante, kleine Viertel ist bekannt für seine typischen Häuser und eine nahegelegene Brücke, unter der früher die Wäscherinnen der Stadt ihre Arbeit verrichteten. Ein echter Einblick in die Geschichte und Kultur der Gegend!

    Der Rückweg über den Passo della Colla und der Fluss Lamone

    Für den Rückweg in Richtung Borgo San Lorenzo haben wir den Passo della Colla gewählt. Die Straße führt entlang des malerischen Flusses Lamone, an dem es zahlreiche Strände gibt, die perfekt zum Abkühlen einladen. Besonders in der Nähe von Crespino gibt es mehrere Zugänge zum Wasser, und auch mit dem Zug kann man bequem dorthin gelangen.

    Vicchio und die Cimabue-Brücke: Ein historischer Ort

    Wenn man Borgo San Lorenzo erreicht und in Richtung Vicchio fährt, lohnt es sich, in Le Balze von der Hauptstraße abzubiegen und dem Hinweisschild zur Cimabue-Brücke zu folgen. Hier soll Cimabue zum ersten Mal dem jungen Giotto begegnet sein, während dieser auf einem Stein zeichnete. Zwei Stelen bei der Brücke erinnern an dieses historische Treffen.

    Giottos Geburtsort und die Statue in Vicchio

    Giotto wurde in der Nähe von Vicchio, auf dem Hügel von Vespignano, geboren. Dort kann man sein Geburtshaus besuchen und mehr über das Leben dieses berühmten Künstlers erfahren. Auch auf dem Hauptplatz von Vicchio steht eine beeindruckende Statue von Giotto, die seine Bedeutung für die Kunstgeschichte würdigt.

    Barbiana: Ein einzigartiger Ort im Mugello

    Die letzte Etappe unserer Reise durch das Mugello führt uns nach Barbiana, einem Ort in der Gemeinde VicchioBarbiana ist zwar kein richtiges Dorf, sondern besteht nur aus einer Kirche und einem angrenzenden Pfarrhaus, das am Ende einer langen, zunehmend schmaleren Straße liegt. Auch wenn dieser abgelegene Ort zunächst unscheinbar wirkt, hat er eine besondere Geschichte.

    Barbiana: Ein Ort der Geschichte und Veränderung

    Barbiana hätte für immer unbemerkt und unverändert geblieben sein können. Doch in den 1950er und 1960er Jahren wurde dieser kleine Ort zu einem Symbol für Bildung und soziale Veränderung in Italien. Was hier geschah, sprach sich schnell im ganzen Land herum und machte Barbiana zu einem historischen Punkt der italienischen Geschichte.

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